SANTARCANGELO
Pieve San Michele Arcangelo
Die eindrucksvolle Pfarrkirche Erzengel Michael läßt einem die Bauwerke Ravennas in Erinnerungen rufen. Wahrscheinlich wurde sie im 6. Jahrhundert erbaut. Sie liegt in dem ältesten Teil der Stadt, wo sich die römische Siedlung (Pagus Acervolano) entwickelte. In dieser Zone wurden Reste von römischen Öfen entdeckt.
Sferisterio
Der Ballspielplatz liegt an den Malatesta-Stadtmauern aus dem Jahre 1447. Sonntags nachmittags spielt man noch heute Trommelsballspiel.
Stamperia Marchi
Die Druckerei Marchi stammt aus dem Jahre 1633. Die Stoffe werden noch heute rostfarben handbedruckt: eine alte Tradition des romagnolischen Kunsthandwerkes. Im Innern befindet sich eine alte Mangel, die noch heute zum Walken benutzt wird.
Chiesa Collegiata
Die Kirche wurde zwischen 1744 und 1758 nach Plan des Architekten Giovan Francesco Buonamici erbaut. Im Innern werden drei wertvolle Werke u.a. bewahrt: das Polyptychon von Jacobello di Bonomo (1385) auf der linken Seite des Altars, das Kruzifix der riminesischen Schule aus dem 14. Jahrhundert im Querschiff rechts und links vom Hauptschiff das Gemälde "S. Eligio und San Giuseppe" (1635) von Guido Cagnacci, der 1601 in Santarcangelo geboren wurde.
Museo del gioco del pallone a bracciale e al tamburello
Das Museum des Armholz-und Trommelsballspiels zeigt zahlreiche Stücke von besonderem Interesse: verschiedene Spielgeräte, zwei gut erhaltene Trommeln aus Tierfell. ein Armholz aus dem 16. Jh., Dokumente und Photos aus verschiedenen Epochen.
Rocca Malatestiana
Die Malatesta-Burg ist heute im Besitz der Familie Colonna. Der Kern der Burg stammt aus dem Jahre 1386. Der Gesamtkomplex wurde unter Sigismondo Pandolfo Malatesta 1447 errichtet, wie aus der Inschrift an der Eingangsmauer ersichtlich ist. Im Innern erfolgten Umbauten im 17. und 18. Jh. Sehenswert sind der schöne Hof mit der noch funktionierenden mittelalterlichen Zisterne und drei eingerichtete Räume (17. Jh.).
Piazza delle Monache
An dem Platz der Nonnen liegen die Kirche (16. Jh.) und das Kloster von SS. Caterina und Barbara, das im Jahre 1768 umgebaut wurde, der Palazzo Cenci aus dem 17. Jh., der Uhrenturm aus dem Jahre 1893 und eine private faszinierende Höhle.
Contrada dei fabbri
Seitlich dieser Gasse liegt die Tür zu der größten und eindrucksvollsten Höhle, die ein Beispiel der anderen kleineren 150 Grotten darstellt. Die Höhlen, die in den Hügel gehauen wurden, gleichen einer toten Stadt. Der Eingang befindet sich in Via Ruggeri.
Piazza Ganganelli
Der Triumphbogen wurde im Jahre 1777 zu Ehren Lorenzo Ganganelli errichtet, der in Santarcangelo geboren und als Clemente der XIV. zum Papst gewählt wurde. Auf der Spitze stehen die päpstlichen Stelen und Wappen. Rechts vom Bogen liegt das Rathaus: es wurde im 19. Jh. nach Plan von Giovanni Benedettini erbaut, der sich von dem Entwurf des berühmten Architekten Luigi Poletti inspirieren ließ.
Museo degli Usi e Costumi della Gente di Romagna
Das Museum für Sitten und Gebräuche der Leute in Romagna, das der Dichter und Drehbucher Tonino Guerra "die Hütte der Erinnerung" nennt, besitzt Werkzeuge und Gegenstände des Bauerntums, die Arbeitsabläufe und symbolisch-rituelle Dimensionen darstellen.

SAN LEO
Ein steiler Berg mit einer senkrecht abfallenden Felswand in dieser Landschaft, die vom Apennin zum Meer hin abfällt; alte Häuser, dicht aneinander gedrängt, zwischen der herrlichen Festung und dem Glockenturm, der auf den Besucher mit vielen Augen herabzuschauen scheint;
eine Verkettung von Geschichte und Legende, von Klerikalem und Profanem in einer Szenerie der greulichsten Kerker und der würdigsten Kirchen: all das ist San Leo.
Gott segnete diese Anhöhe, indem Er ihr im 3.
Jahrhundert den heiligen Leo sandte, Gott befand sie für würdig, als Ausgangsort für die Verbreitung des Christentums zu dienen - und so geschah es auch: Das Umland entwickelte sich im Laufe der Zeit zur Diözese Montefeltro (alter Name des Städtchens).
In den stürmischen Zeiten der Kriege zwischen Goten und Byzantinem, Longobarden und Franken, wuchs der Ruhm San Leos als uneinnehmbare Festung ständig.
Von Berengar II, der sich hierher zurückgezogen hatte, 963 zum Leidwesen der Bürger zur Hauptstadt des italischen Reichs erhoben, mußte das zwar winzige, aber umso trutzigere Städtchen viele Monate lang der Belangerung Ottos I, des deutschen Kaisers, standhalten.
Ungefähr im Jahre 1200 begann die Signoria der Grafen von Montefeltro, die später als Herzöge von Urbino eine so große und schöner, vor allem dank der schöpferischen Gabe von Francesco di Giorgio Martini, dem Festungsbaumeister der Herzöge von Urbino.
Pietro Bembo bezeichnete die Stand als ein "wunderbares Kriegswerkzeug".
Die politische und militärische Blüte San Leos fand 1631 ein Ende, als das Geschlecht der Herzöge von Urbino ausstarb und das Gebiet dem Kirchenstaat zufiel.
Nachdem die Festung nun kein Kriegsschauplatz mehr war, wurde sie in ein Gefängnis umgewandelt. In diesen Kerkern verlebte unter anderen Giuseppe Balsamo besser bekannt als Graf Cagliostro, seine letzen age - eine geheimnisvolle und faszinierende Persönlichkeit, die eine umfassende und mitunter recht zweifelhafte Literatur angeregt hat. Heute, nachdem die Überbauten aus dem 19. Jahrhundert, durch die eleganten Linien des Renaissancestils verloren gegangen ware, abgetragen worden sind, Kommt die brillante Architektur der Festung wieder zur Geltung und macht sie zu einen der berühmtesten Zeugnisse der Kunst des Befestigungsbaus. Der geräumige Innenhof der Burg beherbergt einen von Jahr zu Jahr amfassenderen Museumsraum mit einer Pinakothek. Sehr interessant sind auch die Zellen aus der Zeit des Kirchenstaates.
Das Panorama ist wunderschön: Man sieht vom Monte Fumaiolobis zur Adria - über eine bewaldete, hügelige Landschaft mit Felsen und Furchen, übersäht mit Festungen, Weilern und Höfen.
In der Innenstadt, die vom Stil des 17.
Jahrhunderst geprägt und gut erhalten ist, erhebt sich ein in seiner Art einzigartinger Sakralbau, der San Leo das Prädikat einer wahren "Stadt der Kunst" einbringt. Tatsächlich erzählen PfarrKirche, Dom, Glockenturm und der Convento Sant' Igne gleichsam die Geschichte der romanischen Epoche: hre Anfänge sieht man der einer Basilika entsprechender Bauform der Kirche und das Ende dieser Zeit zeichnet sich mit den ersten Erscheinungsformen der Gotic am Dom und dem Convento Sant' Igne ab.
Marmorinschriften und Adelswappen schmücken die alten Palazzi aus dem 16.und 17. Jahrhundert auf dem Platz, dem Treffpunkt der Bürger, wo der Brunnen plätschert und die Tauben auffliegen, hier hört man die Melodie des Geplauders und nimmt allerlei Düfte auf, vor allem das Aroma der lokalen Küche, der sich aus den immer offen stehenden Türen ins freie stiehlt.
Eine zauberhafte, anregende, heitere und friedliche Atmosphäre - das ist es, was San Leo dem Touristen, der sich Zeit läßt, bieten kann, und niemand wird bestreiten, daß jerer in San Leo verbrachte Tag in jeder Beziehung eine Bereicherung darstellt.
www.comune.san-leo.ps.it

RAVENNA
Ravenna, einzigartigeStadt, im V Jahrh. letzte Hauptstadt des Weströmischen Reiches, die Erbschaft Roms übernommen hat und eine Hauptrolle in der Geschichte Europas durch die Jahrhunderte hindurch spielte. Erste Stadt des Römisch-Barbarischen Reiches, unter der Herrschaft des Gotenkönig Theodorich. Nach der Wiedereroberung durch das Ostroemische Reich wurde Ravenna Sitz des Exarchen.
Sie beweist mit ihrer Architektur ihre grosse Rolle des politischen, wirtschaftlichen und künstlerischen Pols, während der verschiedenen Epochen. Besonders während der Periode des Römischen Reiches und nach der Hälfte des VI Jahrh., in der sie Zentrum des Ostroeomischen Reiches wurde, erlebte sie ihre Bluetenzeit und hat der Stadt ein wertvolles Erbe hinterlassen, wie Basilikas, Baptisterums, Mausoleums, in denen sich die Harmonie der klassischen Bauweise mit dem Prunk und dem Glanz des herrlichen Marmors und reichen byzantinischen Dekorationen vereinen.
Neben ihnen findet man Zeugnisse der venedischen Herrschaft, wie Piazza Popolo und die Rocca Brancaleone, herrliche Bauwerke der Renaissance und die Bibliothek Classense des XVI Jahrh. Sie bezeugen diesen architektonischen Reichtum. Und in diesen Rahmen fügt sich im Juni und Juli das Ravenna Festival mit seinem außergewöhnlichen Flair ein. Die Stadt inspirierte Dante, Boccaccio, Byron und Klimt.
Sie liegt inmitten der Natur und ist von einem grünen Pinienhain umgeben, der sich ins Hinterland erstreckt, bis zu den Badeorten an der Adriaküste mit ihren breiten, kilometerlangen Sandstränden. Hier befinden sich die neun Badeorte, mit allem Komfort für die Urlauber ausgestattet und bekannt in ganz Europa für ihre Gastlichkeit.
www.turismo.ravenna.it

GRADARA
Zwischen den Marken und der Romagna Region
Die Burg von Gradara stellt, zusammen mit seiner befestigten Zitadelle, eine der am Besten erhaltenen mittelalterlichen Strukturen Italiens dar. Seine zwei Mauerkränze, von denen der äußere sich über dem Meeresspiegel hohen Hügel und ihr Bergfried, per Definition der höchste Turm einer Burg aus dem Mittelalter, beherrscht mit seinen 30 m Höhe das ganze Tal, erlaubt den Blick nach Norden aufs Meer, in Richtung Westen zum Carpegnaberg der Apenninkette. Besonders beeindruckend ist ein Besuch bei Dunkelheit, wenn geschickt angebrachte Beleuchtungen die Mauern Gradaras verzaubern und eine faszinierende Atmosphäre voller Romantik entstehen Iassen. Die einzigartige Lage Gradaras hat den Ort seit der Römerzeit zu einem Knotenpunkt des Handels und Verkehrs gemacht: während des Mittelalters war die Festung Schauplatz großer Auseinandersetzungen zwischen den päpstlichen Truppen und den unruhigen lokalen Feudalherren der umgebenden Marken und Romagnaterritorien; heutzutage ist das Kastell im unmittelbaren Hinterland der adriatischen Riviera eine der bekanntesten Fremdenverkehrsgebiete Italiens, beliebtes Ziel vieler abendlicher Spaziergänger. Gradara liegtnicht weit vom Strand entfernt und ist doch schon Teil des vorappenninischen Hügellandes.
Jede Jahreszeit macht Gradara zu einem angenehmen Urlaubsort: ideal für Familien (ausgezeichnete Restaurants und Gasthäuser mit gutbürgerlicher Küche, kinderfreundlicher Empfang, zahlreiche Auswahl an handwerklichen Arbeiten und landwirtschaftlichen Produkten), für den kulturell interessierten Besucher sowie für Jugendliche in Ferien.
Gradara in der Kunstgeschichte
Gradara bietet dem kunstbegeisterten Besucher Werke von großem Interesse. Die Gemäldegalerie der Gemeinde, die sich in den Burggemächern befindet, kann mit mehreren Bildern aus der Spätrenaissance aufweisen: viele sind anonymen Ursprungs, doch manche stammen von bedeutenden Männern des Zeitalters. So kann man zum Beispiel Kunstwerke des Malers Giovanni Santi (Raffaels Vater) bewundern oder die wunderschön glasierte Terrakotta der Burgkapelle, die Andrea della Robbia zugeschrieben wird. In einigen Zimmern sind noch Fresken-malereien aus dem 15. und 17. Jahrhundert erhalten: im Puttensaal oder in der Kammer von Lucrezia Borgia, in der die allegorischen Wandmalereien Hochzeitsszenen festhalten.
Sehenswert sind gewiss auch die Kirchen der Johannes dem Täufer geweiht ist. Dies ist mittelalterlichen Ursprungs, wurde jedoch im laufe de 18. Jahrhunderts vollständig erneuert. In seinem Inneren befindet sich ein wertvolles, hölzernes Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert.
Festspiele und Veranstaltungen
Die verführerische Atmosphäre der mittelalterlichen Mauernstellt ein natürliches Bühnenbild für zahlreiche Veranstaltungen und Festspiele dar. Zu den interessantesten Initiativen im Veranstaltungskalender zählen Umzüge in historischen Kostümen, die rituelle Torschließung bei Sonnenuntergang, Führungen im Burgmuseum auch an späten Sommerabenden.
Am dritten Wochenende im Juli verwandelt sich der ganze Ort in ein Theater, wird Schauplatz eines Historien-festspiels, der "Belagerung der Burg". Ein gewaltiges Feuerwerkspektakel erinnert dabei an das Jahr 1446 und an den schreckliche Angriff Gradaras von Seiten Francesco Sforzas und dessen berühmten Alliierten, Federico da Montefeltro. Der damalige Versuch die Burganlage mit Gewalt zu erobern misslang allerdings dank der tapferen Verteidigung von Sigismondo Pandolfo Malatesta. Flammenfunken und Musik folgt "Die Feuernacht", ein großartiges Volkfest, das Leben in die Burganlage bringt und mit Musikanten, Schauspielern und Künstlern aller Art, bis in die späte Nacht hinein, jeden Besucher verzaubert...
www.gradara.org

SAN MARINO
Die Republik von San Marino liegt in Zentral-Italien, 10 km Luftlinie von der Adria entfernt und ist durch Straßenverbindungen ausschließlich mit Italien verbunden.
Zeremonie der Wachablösung
Die uniformierte Einheit der "Guardia di Rocca" (Festungwache) hält Dienst im Regierungspalast am Freiheitsplatz (Piazza della Libertà); die Wachablösung findet während der Sommermonate, genauer von der zweiten Hälfte des Monats Mai bis Ende September, stündlich zur halben Stunde von 8.30 bis 18.30 Uhr statt.
Die "Guardia di Rocca" wurde im Jahr 1745 eingeführt und besteht heutzutage aus zwei Abteilungen: die uniformierte Einheit und die Artillerie-Kompanie.
Die uniformierte Einheit leistet öffentlichen Ordnungsdienst und bewacht das Land und die Staatsgrenzen wie auch die verschiedenen Amts-und Behördensitze.
Die Artillerie-Kompanie leistet ihren Dienst während der öffentlichen Zeremonien und an Nationalfeiertagen.
Die uniform der Guardia di Rocca für den Wachdienst und die Wachablösung ist sehr eindrucksvoll: dunkel-grüner, zweireihiger mit rot-weißen Schnürchen verzierter Rock, rote Hose mit grünen Biesen, als Kopfbedeckung eine Kappe mit rotem Pon-Pon und weißen Gamaschen.
Bei der Galauniform kommen zusätzlich noch goldene Schulterstücke, sowie ein mit weißen und roten Straußenfedern verzierter Lederhelm hinzu.
Staatliches Museum
Das Staatliches Museum im Palazzo Pergami enthält archäologische und kunsthistorische Zeugnisse, die mit der Geschichte sowie mit der Legende der Entstehung der Republik von San Marino verbunden sind.
In der archäologischen Sammlung befinden sich neolithische bis mittelalterliche Fundstücke.
Die Pinakothek enthält Gemälde vom 14. bis zum 19. Jahrhundert mit Werken von Guercino, C. Gennari, M. Loves, E. Sirani, P. Batoni.
Rocca Guaita (1. Turm)
Die erste Festung erbaut im 11. Jahrhundert, wurde während verschiedener Epochen restauriert. Einige Kammern dienten als Gefängnis. Auf der rechten Seite des Eingangs befindet sich die der heiligen Barbara gewidmete Festungskapelle.
Rocca - Cesta (2. Turm)
Die zweite Festung stammt aus dem 13. Jahrhundert und liegt auf dem höchsten Gipfel des Monte Titano (Titano Berg). Darin befindet sich das Waffenmuseum mit antiken Waffen aus der Zeit des 13. bis 19. Jahrhunderts.
Montale (3. Turm)
Die dritte Festung, ein Fernsicht-Beobachtungsposten, war während der Kämpfe gegen die Malatesta von größter Bedeutung. Obwohl nur von außen zu besichtigen, bietet seine Lage ein eindrucksvolles Panorama.
www.visitsanmarino.com